Giessen (bno). Durchwachsener Saisonauftakt in die Hallenrunde der Bunten Liga für Bolzen-Bier-Buije Team. Nach der sensationellen Sommerrunde mit einem hervorragenden zweiten Platz und legendären Turniersiegen in der Zwischensaison Zeit geht es wieder in die Pflicht des Ligaalltags. Das rot-schwarze Ballet mit seinen Ballzauberern hat sich erneut personell leicht verändert und ist in der Vorsaison auf dem Transfermarkt tätig geworden. Mit Calcio9 konnte ein Linksfuß und Offensivallrounder mit Choco-Alex ein Defensivspezialist verpflichtet werden. Temporäre Ausfälle durch andere gesellschaftliche Verpflichtungen werden so in Zukunft hoffentlich besser verkraftet werden. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg, wie das erste Saisonspiel zeigte.
Mit der Grätsche 07 stand ein Auftaktgegner parat, dem man durchaus das „machbar“ verleihen könnte, ohne die Mannschaft schlecht reden zu müssen. Was sich jedoch zum verspäteten Spielbeginn zeigte, (einige THC Spieler brauchen dringend Nachhilfe im Umgang mit Zeitmessinstrumenten) war alles andere als souverän.
In einem heillosen Durcheinander suchten die Altintop Zwillinge das Tor und Blutgrätsche Basti sowie Pferdelunge Kuni schwammen wo kein Wasser war. Keine 40 Sekunden benötigte die Grätsche um ihre erste Duftmarke zu setzen. Das 0:1 eine Resultat der deutlich strukturierter und engagierter auftretenden Grätsche. Die beiden offensiven Schwergeschütze um Spielmacher Renaldinho mit seinem Knipser im Abzug waren völlig abgemeldet und so war es ausgerechnet Chancentod Sandy, der mit seinem Treffer zum 1:1 (7.) den THC im Spiel hielt.
Was er vorne so schön zeigte wiederholte er auch hinten noch mal und nun wird auf alle Zeiten als erster Eigentorschütze des BBB in die Historie eingehen. Der Gewinner des „Fair Play“ Awards der Vorsaison zeigte einmal mehr sein großes Herz und schenkte dem Gegner ein Tor, das an Dämlichlkeit nicht mehr zu überbieten ist. Lediglich die daraus resultierende „Pflichtkiste“ hat positive Seiten.
In der Folge konnte durch einige Wechsel wenigstens das Tempo hoch gehalten werden und dem Knipser reichte eine Sekunde Feldvorteil und Unachtsamkeit des Gegners um endlich die glänzend aufgelegte Kraken-Grätsche mit dem 2:2 (12.) zu überwinden. Wer dachte, damit wäre die Wende eingeleitet hatte weit gefehlt.
Die Antwort der schwarz-weißen lies nicht lange auf sich warten. Mit einem Doppelschlag brutaler Gewaltschüsse zimmerten sie -dem in der ersten Hälfte glücklos agierenden- Matze zwei Buden ins Gehäuse, so dass sie in der Pause zu Recht Morgenluft schnupperten. (2:3/16. und 2:4/19.)
Es war zwar nicht der erste Halbzeitrückstand für BBB, aber die Art und Weise der gezeigten Leistung forderte eine Steigerung in allen Bereichen. Leichte taktische Veränderungen durch die Hereinnahme von Calcio9 in die Abwehr für den etwas fahrlässig agierenden Basti brachten eine deutliche Festigung des Defensivverbundes. Die erste anbietende Gelegenheit nutze dieser zu einem sensationellen Sololauf und schloss unhaltbar zum 3:4 (32.) Anschlusstreffer ab. Doch dies war immer noch nicht die Wende, den die ebenfalls verändert aufgelaufene Grätsche kam noch mal zum Zuge und erhöhte wieder auf 5:3 (34.)
Die Situation wirkte zu dieser Zeit verfahren und der enge Platz machte das Spiel Körperbetonter, so dass auch Otto zu guten Szenen in der Abwehr kommen konnte. Diese Phase nutze Renaldinho, der heute in John-Stockten-Gedächtnishosen aufgelaufen war, zu einem fünfminütigem Galaintermezzo an dessen Ende ein lupenreiner Hattrick zur 6:5 (38./40./43.) Führung stand. Unter lauten „MVP“ Rufen der Zuschauer verließ er danach das Feld.
Die für ihn eingewechselte Nadja ab del Prinz stand ihm jedoch in nichts nach. Die wieselflinke Ballzauberin sorgte mit ihrem Doppelschlag zum 8:5 (46./47.) für die Vorentscheidung.
Hängende Köpfe und verdutze Gesichter auf Seiten des Gegners waren die Folge. Alle Schwächen waren erkannt und abgestellt worden. Der BBB Orkan wütete wieder und brach spätestens mit Calcios Doppelschlag zum 10:5 (51./52.) den letzen Willen. Mit einem knallharten Linksschuss hatte er erst gegnerische Abwehr und Torhüter gefoppt, eher er mit einem astreinem Knipsermove erneut zustieß.
Nachdem Basti, Kuni, Otto und Herr Netzer beste Chancen vergeigtem war es der Dirigent persönlich der mit einem letzten Stockschlag Pauken und Trompeten verstummen lies und mit dem 11:5 das Spiel beendete.
Welche Musik der neue THC in der Liga spielen wird bleibt offen. Noch ist die erste Geige nicht besetzt, aber der Takt scheint gefunden.
Mittwoch, 18. November 2009
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